Armacell im Torre Agbar, dem Wahrzeichen von Barcelona

Seit langem gilt Barcelona als architektonisches Zentrum Europas. Das Agbar-Hochhaus ist das bauliche Ausrufezeichen der spanischen Metropole. Der französische Star-Architekt Jean Nouvel hat sich bei seinem Entwurf vom nahegelegenen Berg Montserrat inspirieren lassen. Das organisch-fließende Erscheinungsbild des Torre Agbar ist eine Referenz an seinen Kunden, Barcelonas Wasserversorger Aquas des Barcelona (kurz: Agbar). Das Hochhaus wird als Tribut an Spaniens berühmten Architekten Antoni Gaudí verstanden.

 

Dämmstoffe von Armacell verhindern Energieverluste

Um Energieverluste an Rohren und Luftkanälen möglichst niedrig zu halten, spielte die Wahl des verwendeten Dämmmaterials eine wichtige Rolle, denn es musste hohen Anforderungen gerecht werden. Die technischen Dämmstoffe sollten die spanischen Bestimmungen zu technischen Installationen in Gebäuden (RITE) erfüllen und das Brandverhalten musste der Klasse M1 (schwer entflammbar) entsprechen. Die Wärmeleitfähigkeit des Produkts durfte 0,040 W/m•K bei 20 °C nicht überschreiten.

Die Armacell Produkte Armaduct, SH/Armaflex und Armaflex IT erfüllen diese Anforderungen.

  • Die Luftkanäle des Klimatisierungssystems wurden mit 15.000 m² Armaduct Dämmstoff in Dicken von 10, 15 und 30 mm verkleidet.
  • Die Kühlwasserrohre des Klimatisierungssystems, die eine Temperatur von 6 °C aufweisen, wurden mit 7.000 m Armaflex Schläuchen in Dämmschichtdicken von 30 mm (für Rohre bis DN 90) bzw. 40 mm (für Rohrdurchmesser von DN 100 bis DN 200) isoliert.
  • Die Warmwasserrohre des Klimatisierungssystems mit einer Temperatur von 50 °C erhielten eine Dämmung mit SH/Armaflex. Hier wurden 7.000 m Schläuche mit einer Dicke von 30 mm (für Rohre bis DN 100) und 40 mm (für Rohrdurchmesser von DN 125 bis DN 200) installiert.

 

Spektakulärer Bau in vielen Farben

Agbar Tower besitzt 35 oberirdische und vier unterirdische Etagen. Seine von einer Glaskuppel gekrönte Spitze reicht 142 m hinauf. Das Gebäude hat eine Nutzfläche von 39.000 m2, von denen 30.000 m2 von Büros belegt sind. Jede Etage besitzt eine eigene Raumaufteilung.

Das Gebäude besteht aus zwei nicht konzentrischen, ovalen Zylindern. Treppen, Versorgungsaufzüge und Haustechnik sind im Kern des Wolkenkratzers untergebracht. Die Großraumbüros liegen zwischen innerem und äußerem Zylinder. Die Betonfassade ist mit poliertem Aluminium verkleidet und in vierzig verschiedenen Farben lackiert. Die Fassade ist von einer Hülle umgeben, die aus beinahe 60.000 Lamellen aus klarem und Milchglas besteht. Aus der Nähe schimmert die Fassade wie die Haut eines Reptils. Aus größerer Entfernung wirkt sie wie eine fließende Masse, die in Abhängigkeit vom Licht ihre Farbe wechselt.

Einzigartige bioklimatische Architektur

Das Architektenteam nutzte die Vorteile der klimatischen Bedingungen, um den Energieverbrauch des Gebäudes so niedrig wie möglich zu halten und gleichzeitig die Lebensqualität im Agbar Tower zu erhöhen. Das Gebäude ist so ausgerichtet, dass die durch die 4.500 Fenster scheinende Sonne zur Heizung beiträgt. Gleichzeitig sorgen die Fenster für eine natürliche Belüftung. Der Raum zwischen Außenmauer und Glashülle bildet eine Luftkammer, die für das Gebäude wie eine natürliche Klimatisierung funktioniert. Einige der Glaslamellen auf der Südseite besitzen Photovoltaik-Flächen für die Stromerzeugung.

In der Haustechnik kommen besonders energieeffiziente Technologien zum Einsatz. Für die Klimatisierung und Heizung des Gebäudes wurde eine Klimaanlage mit variablem Kältemittelvolumen (VRV-System) mit 27 verschiedenen Klimazonen pro Etage installiert. Ein zentrales System regelt und optimiert den Klimatisierungs- und Heizungsbedarf abhängig von den Außentemperaturen und der Belegung der Büros.